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Ein Architekt sitzt über seinen Zeichnungen.

Rentenversicherung: Im Jahr 2021 noch den höheren Garantiezins sichern!

  • Der Garantiezins sinkt ab dem 1. Januar 2022.
  • Dies hat auch ganz konkrete Auswirkungen auf die private Rentenversicherung.
  • Wer rechtzeitig handelt, kann viel Geld sparen: So sichern Sie sich den höheren Garantiezins.

Veröffentlicht am:

15.11.2021 | 15:19:00

Der Garantiezins sinkt ab dem 1. Januar 2022. Dies wirkt sich unter anderem auf die private Renten­versicherung aus. Darum lohnt es sich, jetzt zu handeln: Sichern Sie sich auf Dauer den höheren Garantie­zins und schließen Sie Ihren Vertrag noch in diesem Jahr ab.

Der Garantiezins sinkt spürbar ab dem 1. Januar 2022, und zwar von 0,9 Prozent auf historisch niedrige 0,25 Prozent. So will es der Gesetzgeber. Dies hat unter anderem auch auf die private Rentenversicherung Auswirkungen und damit auf alle Personen, die für das Alter vorsorgen möchten.

Was ist der Garantiezins?

Doch was genau ist dieser Garantiezins? Damit Versicherer ihren Kunden nicht mehr Zinsen versprechen, als sie später auch tatsächlich erwirtschaften können, legt das Bundesfinanzministerium eine Grenze fest: den Höchstrechnungszins. Von ihm hängt ab, welche Verzinsung Versicherer ihren Kunden maximal garantieren dürfen.

Laut Wikipedia legt das Bundesfinanzministerium mit dem Höchstrechnungszins, amtlich Höchstbetrag für den Rechnungszins oder Höchstzinssatz, den Zinssatz fest, den Versicherer bei der Berechnung der Deckungsrückstellungen höchstens verwenden dürfen. Dieser Höchstrechnungszins wird umgangssprachlich auch Garantiezins genannt, was allerdings etwas missverständlich bzw. nicht korrekt ist.

Wenn man ganz genau unterscheidet, ist es wie folgt: Der Garantiezins ist der Zins, den Versicherungen ihren Kunden bei der Beitrags- und Leistungsberechnung mindestens zusichern. Er darf unterhalb des gesetzlich festgelegten Höchstrechnungszinses liegen, darf ihn aber nicht überschreiten. So bekommen Verbraucher, wenn sie beispielsweise eine Renten- oder Risikolebensversicherung abschließen, einen bestimmten Zinssatz für die gesamte Vertragslaufzeit auf ihre Sparbeiträge garantiert. Schließen Sie beispielsweise im Jahr 2021 einen Vertrag für eine Rentenversicherung ab, dann gilt der Garantiezins von 0,9 Prozent für die gesamte Laufzeit Ihrer Versicherung.

GUT ZU WISSEN: Die EUROPA bietet diese garantierte Verzinsung weiterhin an, viele Wettbewerber tun dies nicht mehr.

Unser Tipp

Schließen Sie noch 2021 eine private Altersvorsorge ab. So sichern Sie sich den höheren Zins!

Warum wird der Garantiezins gesenkt?

Die Phase des historischen Zinstiefs dauert an. Mehr noch: Die Zinsen am Kapitalmarkt sind während der Corona-Krise noch einmal weiter gesunken. Versicherungsunternehmen sind strengen gesetzlichen Anlageregularien unterworfen: So müssen sie beispielsweise einen Großteil ihrer Anlagen in sichere, aber sehr niedrig verzinste Papiere investieren. Deshalb ist es für sie eine große Herausforderung, Kundengelder profitabel anzulegen und die Verzinsung in der bisherigen Höhe zu garantieren. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und dafür zu sorgen, dass sich die Versicherer mit ihren Garantieversprechen nicht finanziell übernehmen, senkt das Bundesfinanzministerium den Höchstrechnungszins ab Jahresbeginn 2022 ein weiteres Mal ab: auf 0,25 Prozent, so tief wie noch nie.

Was bedeutet die Senkung für Neuabschlüsse?

Ab Jahresbeginn 2022 sinkt der Höchstrechnungszins für Lebensversicherungen – wie vom Gesetzgeber verfügt – von 0,9 Prozent auf nur noch 0,25 Prozent. In der Folge steigen bei Neuabschlüssen von unter anderem privaten Rentenversicherungen die Beiträge. Dazu kommt, dass die Senkung die Renditen mindern wird.

Was bedeutet die Senkung für laufende Verträge?

Bereits bestehende Verträge sind von der anstehenden Senkung nicht betroffen. Der Garantiezins, der bei Vertragsabschluss zugrunde lag, gilt unverändert für die gesamte Vertragsdauer. Der geringere Zinssatz betrifft nur ab 2022 geschlossene Verträge, diese aber auf Dauer.

Ist die Gesamtverzinsung nicht wichtiger als die garantierte Mindestverzinsung?

Ja, schließlich ist entscheidend, wie hoch die Rendite insgesamt am Ende ist. Und das ist eben nicht der derzeit gesetzliche Garantiezins in Höhe von 0,9 Prozent. Daneben gibt es die laufende Verzinsung: Bei der EUROPA beträgt die laufende Verzinsung, die immer für ein Jahr garantiert wird, derzeit 2,4 Prozent.

GUT ZU WISSEN: Versicherungen arbeiten mit dem Geld, das ihnen anvertraut wird. Die EUROPA erzielt hier, auch dank geringer Verwaltungskosten, Überschüsse und hat traditionell mit die höchste Gesamtverzinsung am Markt. So ergibt sich für das Jahr 2021 eine attraktive Gesamtverzinsung inklusive Schlussüberschüssen und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven von bis zu 3,32 Prozent. Allerdings ist der Garantiezins der einzige feststehende und berechenbare Teil der Rendite. So können Sie sich bei Vertragsabschluss beispielsweise genau kalkulieren lassen, mit welcher Rentenzahlung sie zum Ende der Laufzeit sicher rechnen können. Wie hoch die erwirtschafteten Überschüsse in 20 oder 30 Jahren ausfallen werden, lässt sich dagegen kaum einschätzen.

Höchstrechnungszins im Detail: Festlegung und Zweck

Wie wird der Höchstrechnungszins genau berechnet? Basis der Berechnung ist die von der Europäischen Zentralbank veröffentlichte Umlaufrendite von europäischen Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit, und zwar von solchen, die mit der höchsten Ratingstufe AAA bewertet sind. Die Umlaufrendite ist die durchschnittliche Rendite aller Euro-Staatsanleihen, die im Umlauf sind. Von diesen Anleihen wird die Durchschnittsrendite der letzten zehn Jahre berechnet und in die Zukunft projiziert, und zwar unter Annahme unterschiedlicher Zinsentwicklungen. Bis zum Jahr 2015 durfte der Höchstrechnungszins maximal 60 Prozent der durchschnittlichen Rendite dieser Anleihen betragen, so sah es das Versicherungsaufsichtsgesetz vor. Vorgeschlagen wird der Höchstrechnungszins von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Deutschen Aktuarvereinigung, sozusagen die Mathematiker der Lebensversicherer. Die endgültige Festlegung als eine gesetzlich festgelegte Obergrenze, die nicht überschritten werden darf, erfolgt aber durch das Bundesfinanzministerium. Die Regelungen im Versicherungsaufsichtsgesetz wurden 2016 neu gefasst, es gibt dort kein dezidiertes Berechnungsverfahren mehr.

Sinn und Zweck des Höchstrechnungszinses ist es, die Abzinsung der Deckungsrückstellungen zu begrenzen und so eine gewisse Mindesthöhe dieser Rückstellungen zu gewährleisten. Der Zinssatz für die Deckungsrückstellung, der bei Vertragsabschluss verwendet wird, darf nicht über dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Höchstrechnungszinssatz liegen; er darf auch im Nachgang nicht mehr erhöht werden. Heruntergesetzt werden darf er nur dann, wenn der Versicherer diesen Zins selbst nicht mehr erwirtschaften kann, oder aufgrund rechtlicher Vorschriften. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Versicherer ausreichend finanzielle Vorsorge treffen und sich auch in Niedrigzinszeiten nicht überschulden. Aber die Versicherer sind durch den Höchstrechnungszins für die Deckungsrückstellung indirekt auch gezwungen, bereits in der Beitragskalkulation zukünftige Kapitalerträge nur in einem angemessenen Umfang zu berücksichtigen; dieser darf eben nicht zu weit vom Höchstrechnungszins abweichen. Damit will man auch zu optimistisch kalkulierte Beiträge verhindern.

Private Rentenversicherung oder Rürup-Rente, klassisch oder fondsgebunden: Die EUROPA bietet Ihnen eine passende Rentenversicherung für Ihre Bedürfnisse.