Ein Sprung im Waschbecken, Kratzer im Parkett, ein Wasserschaden durch den geplatzten Schlauch der Spülmaschine: In der Mietwohnung ist schnell etwas passiert. Für solche Schäden haften Sie als Mieter gegenüber Ihrem Vermieter. Eine private Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten für viele dieser Mietsachschäden. Hier lesen Sie, welche Schäden versichert sind, wo die Grenzen liegen und was für WG, möblierte Wohnung und Ferienwohnung gilt.
Mietsachschäden: Was zahlt die Privathaftpflicht?
Was ist ein Mietsachschaden?
Ein Mietsachschaden ist ein Schaden, den Sie an einer gemieteten Wohnung oder einem gemieteten Haus verursachen. Gemeint ist alles, was fest zur Wohnung gehört und mit ihr vermietet wird, zum Beispiel:
- Böden wie Parkett, Laminat, Dielen, Teppichboden oder Fliesen
- Wände, Türen und Fenster
- Sanitäre Anlagen wie Waschbecken, Toilette, Dusche und Badewanne
- eine mitgemietete Einbauküche
Nach dem Gesetz haften Sie für Schäden, die Sie anderen schuldhaft zufügen, in unbegrenzter Höhe (§ 823 BGB). Schon ein beschädigter Parkettboden kann mehrere Tausend Euro kosten.
Welche Mietsachschäden zahlt die Privathaftpflicht?
Die Privathaftpflicht übernimmt Mietsachschäden, die Sie unabsichtlich oder fahrlässig verursachen. Bei der EUROPA sind Mietsach- und Allmählichkeitsschäden in allen drei Tarifen (Basis, Komfort und Premium) versichert. Allmählichkeitsschäden entstehen nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach, etwa durch Feuchtigkeit, die über längere Zeit austritt.
Die Versicherung prüft außerdem, ob eine Forderung gegen Sie überhaupt berechtigt ist. Unberechtigte Ansprüche wehrt sie auf eigene Kosten ab. Das nennt man passiven Rechtsschutz.
Einbauküche und möblierte Wohnung
Eine mitgemietete Einbauküche gehört fest zur Wohnung. Beschädigen Sie sie, ist das ein Mietsachschaden, für den Ihre Privathaftpflicht einspringt. Ähnlich ist es in einer möblierten Wohnung: Die Möbel haben Sie mitgemietet, für Schäden daran haften Sie. Bei der EUROPA sind Schäden an gemieteten beweglichen Sachen je nach Tarif bis 1.000 € (Basis), 30.000 € (Komfort) oder 50.000 € (Premium) versichert.
Schlüssel verloren
Verlieren Sie den Schlüssel zur Mietwohnung, lässt der Vermieter unter Umständen die Schließanlage des ganzen Hauses austauschen. Auch den Verlust fremder privater Schlüssel deckt die Privathaftpflicht der EUROPA ab: im Basis-Schutz bis 25.000 €, im Komfort-Schutz bis 200.000 € und im Premium-Schutz bis 300.000 €.
Schäden durch Haustiere
Nagt das Kaninchen den Türrahmen an oder zerkratzt die Katze die Tapete, ist das über die Privathaftpflicht versichert. Das gilt für Kleintiere wie Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen oder Wellensittiche. Für Schäden durch Hunde brauchen Sie eine eigene Hundehalterhaftpflicht.
Was ist nicht versichert?
- Verschleiß: Normale Abnutzung durch Wohnen, etwa Laufspuren auf dem Boden oder vergilbte Wände, ist kein Mietsachschaden. Sie bezahlen die normale Nutzung mit der Miete, der Vermieter muss sie beheben.
- Schimmel: Schäden durch Schimmelbildung sind nicht versichert.
- Vorsatz: Absichtlich verursachte Schäden zahlt keine Haftpflichtversicherung.
- Ihr eigener Hausrat: Ihre eigenen Möbel, Kleidung und Geräte schützt nicht die Haftpflicht, sondern eine Hausratversicherung, etwa bei Einbruch, Brand oder Leitungswasser.
Mietsachschäden in WG, Ferienwohnung und Hotel
Wohngemeinschaft
Eine WG ist kein gemeinsamer Haushalt im Sinne der Haftpflichtversicherung. Jede Mitbewohnerin und jeder Mitbewohner braucht deshalb eine eigene Privathaftpflicht. Studierende sind häufig noch über die Familien-Haftpflicht der Eltern mitversichert, solange sie sich in der ersten Ausbildung befinden. Ein Blick in den Vertrag der Eltern lohnt sich.
Ferienwohnung, Ferienhaus und Hotelzimmer
Rotwein auf dem hellen Teppich der Ferienwohnung oder ein Sprung im Waschbecken des Hotelzimmers: Dank weltweiter Deckung gilt die Privathaftpflicht der EUROPA auch bei vorübergehenden Aufenthalten im Ausland. Schäden an vorübergehend gemieteten beweglichen Sachen in Ferienhäusern, Ferienwohnungen und Hotelzimmern sind im Basis-Schutz bis 1.000 €, im Komfort-Schutz bis 30.000 € und im Premium-Schutz bis 50.000 € pro Jahr versichert.
Mietsachschäden absichern mit der EUROPA
Mietsachschäden sind bei der EUROPA in jeder Privathaftpflicht enthalten, eine eigene Mieterhaftpflicht brauchen Sie nicht. Alle Leistungen, Tarife und Beiträge finden Sie auf unserer Seite zur Mieterhaftpflichtversicherung. Leben Sie mit Partner oder Partnerin zusammen, ist ein gemeinsamer Tarif meist günstiger als zwei einzelne Verträge.
Häufige Fragen zu Mietsachschäden
Ja, ein Sprung oder Riss im Waschbecken ist ein typischer Mietsachschaden, den die Privathaftpflicht übernimmt, sofern er nicht vorsätzlich verursacht wurde.
Ja, fest verlegte Böden gehören zur Mietsache. Tiefe Kratzer oder Wasserschäden am Parkett sind versichert, normale Abnutzung durch Wohnen dagegen nicht.
Nein, eine WG gilt nicht als gemeinsamer Haushalt. Jede Person braucht eine eigene Privathaftpflicht. Studierende in der ersten Ausbildung sind häufig über die Eltern mitversichert.
Nein, Mietsachschäden sind Teil der Privathaftpflicht. Bei der EUROPA sind sie in allen drei Tarifen enthalten.
Schäden durch Schimmelbildung sind nicht versichert. Ob Sie als Mieter dafür haften, hängt von der Ursache ab, etwa vom Lüftungsverhalten oder von Baumängeln.
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.