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Motorradfahrer in der Frühlingssonne

Fit fürs Frühjahr: Mit dem Motorrad sicher in die Saison

  • Technik-Check: So machen Sie Ihr Motorrad frühlingsfit.
  • Fahrer-Check: So bereiten Sie sich auf die Saison vor.
  • Eine hochwertige Schutzkleidung kann nicht nur Leben retten – sie hilft auch bei Schadenersatzansprüchen.

Veröffentlicht am:

14.04.2023 | 15:34:00

Wer sein Motorrad aus dem Winter­schlaf holt, sollte sich gut auf die erste Tour vorbereiten. Ein gründlicher Check von Mensch und Maschine ist wichtig, um auch ohne Knautsch­zone sicher mobil zu sein.

Die ersten warmen Sonnen­strahlen im Frühling locken auch wieder viele Motorrad­fahrer auf die Straßen. Was Bikerinnen und Biker immer im Hinterkopf haben sollten: Das Unfall­risiko auf dem Zweirad ist erheblich größer als etwa im Auto. Bezogen auf die Zahl der zugelassenen Fahr­zeuge kommen in Deutsch­land laut Dekra rund viermal so viele Motorrad­fahrer ums Leben wie Pkw-Insassen.

Viele Auto­fahrer rechnen im Frühjahr noch nicht mit Motorrad­fahrern. Gerade jetzt ist die Gefahr also groß, dass sie Biker übersehen oder deren Fahrverhalten falsch einschätzen. Vor allem beim Spur­wechseln, Überholen und Abbiegen besteht ein erhöhtes Risiko. Umso wichtiger also, dass alle Verkehrs­teilnehmer jetzt besonders umsichtig unterwegs sind. Wenn Sie sich und Ihr Zwei­rad gründlich auf den Saison­start vorbereiten, können Sie das Unfallrisiko zusätzlich erheblich reduzieren.

Technik-Check für das Motorrad

  • Fahrzeugreinigung: Ihr Motorrad strahlt danach nicht nur in neuem Glanz. Sie finden bei der Wäsche auch mögliche Rost­stellen und andere Mängel.
  • Flüssigkeiten: Prüfen Sie die Stände von Motoröl, Brems­flüssigkeit und Kühlmittel.
  • Reifen: Checken Sie Luftdruck und Profil­tiefe. Vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter für Motorrad­reifen und 1,0 Millimeter für Leicht­kraft­räder – mehr ist aber immer besser. Achten Sie außerdem auf Risse und andere Schäden am Gummi. Je nach Fahr­weise empfiehlt sich nach sechs bis sieben Jahren ein Reifen­wechsel.
  • Bremsen: Vor der ersten Fahrt unbedingt Brems­scheiben und Beläge prüfen und die Scheiben eventuell mit einem Bremsen­reiniger säubern. Fach­leute empfehlen, alle zwei Jahre die Brems­flüssigkeit zu wechseln. Testen Sie auf einer Probe­fahrt in sicherem Umfeld, ob die komplette Brems­anlage inklusive Fußhebel und Lenk­brems­hebel reibungslos funktioniert. 
  • Elektronik: Läuft die Batterie einwandfrei? Vor dem ersten Start sollte sie voll aufgeladen sein. Mithilfe der On-Board-Diagnose werden wichtige Sicherheitssysteme und Bauteile kontrolliert. Bei Fehler­meldungen der Fahrzeug­elektronik kontaktieren Sie am besten umgehend Ihre Werkstatt.
  • Beleuchtung: Checken Sie Scheinwerfer, Rückleuchten, Blinker, Kenn­zeichen­beleuchtung und mögliche andere Leuchten.
  • Antriebskette: Ist die Kette korrekt gespannt und gefettet?
     

Was kostet eine Motorradversicherung?

Fahrer-Check – gezielt auf die Saison vorbereiten

Nicht nur die Maschine muss frühlingsfit sein. Auch der Mensch sollte sich gezielt auf die neue Saison vorbereiten. Viele Fahrerinnen und Fahrer unterschätzen die nötige Eingewöhnungszeit nach der Winterpause. Daher: nicht gleich mit einer großen Tour starten, sondern in vertrauter Umgebung (zum Beispiel auf einem leeren Parkplatz) warmfahren und dabei gedanklich das Verhalten in gefährlichen Situationen trainieren. Gut zu wissen: ADAC, Dekra, TÜV und andere Organisationen bieten Fahrsicherheitstrainings an. Und natürlich: Helm und Schutzkleidung überprüfen. 

Helm und Schutzkleidung ist Pflicht

Auch wenn Lederkombi und Integralhelm bei heißem Wetter nerven können: Sie retten Leben. Außerdem sind Motorradfahrer nach einem Unfall auf der sicheren Seite, wenn es um Schadenersatzansprüche geht. Ein Motoradhelm ist vom Gesetz her Pflicht für Fahrer und Mitfahrer. Er muss das Prüfzeichen ECE-22 tragen. Bei der Schutzkleidung stellt sich meist die Frage: Textil oder Leder? Moderne Textilkombis sind leicht, bequem und erreichen heute ein hohes Sicherheitsniveau. Laut ADAC können sie in Sachen Abriebfestigkeit aber nicht mit gutem Leder mithalten. 

Anders als bei der Helmpflicht ist das Tragen von Motorradschutzkleidung gesetzlich nicht vorgeschrieben. Allerdings empfiehlt sich eine hochwertige Kombi nicht nur aus Sicherheitsgründen. Wenn Sie als Motorradfahrer ohne angemessene Schutzkleidung schuldlos in einen Unfall verwickelt werden, riskieren Sie, dass Ihnen das Gericht eine Mitschuld an Ihren Verletzungen gibt. Sie erhalten dann womöglich weniger Schmerzensgeld.
 

Welche Versicherungen braucht ein Motorradfahrer?

Wie bei jedem Kfz ist eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Auch wenn sie freiwillig ist: Empfehlenswert ist in jedem Fall eine Kaskoversicherung. Die Teilkasko leistet unter anderem bei Brand, Diebstahl, Glasbruch, Unwetterschäden und bei Zusammenstößen mit Tieren. Noch umfassender ist die Vollkaskoversicherung. Sie beinhaltet alle Leistungen der Teilkasko. Zusätzlich sind auch selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Fahrzeug sowie Schäden durch Vandalismus durch Unbekannte (Fahrerflucht) versichert.

Egal ob Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko: Die Motorradversicherung der EUROPA steht für Top-Leistungen zum günstigen Preis. Extras wie Auslandschadenschutz oder Kfz-Schutzbrief (auch für Leichtkrafträder und -roller) sind ebenfalls möglich.

Erfahren Sie mehr über die Leistungen und Details unserer Motorradversicherung.

Bilder: https://unsplash.com/de/@nessylove und https://unsplash.com/de/@lalonchera

Stand: 14.04.2023. Alle Angaben ohne Gewähr.