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Ein Vater schaut mit seinem kleinen Sohn in einen Laptop.

Risikolebensversicherung beim Immobilienkauf: Die Familie finanziell absichern

  • Risiko­lebens­versicherung und Immobilien­kredit: Wie passt das zusammen?
  • Warum eine variable Risiko­lebens­versicherung eine gute Wahl ist.

Veröffentlicht am:

22.11.2021 | 12:43:47

Wenn es um die Finanzierung einer Immobilie geht – Bau, Kauf oder Modernisierung –, wird es höchste Zeit, über den Abschluss einer Risikolebensversicherung nachzudenken. So lässt sich der Immobilien­kredit absichern und im Falle eines Falles sind Hinter­bliebene vor finanziellem Schaden geschützt.

Tim und Nina, beide Mitte 30, frisch verheiratet und voller Freude darüber, dass sie Nach­wuchs erwarten, treffen noch eine weitere der „großen Entscheidungen im Leben“: Sie wollen aus ihrer Mietwohnung in der Innenstadt ausziehen und ein kleines Haus mit Garten im Speckgürtel der City kaufen; das passende Objekt haben sie schon gefunden und stehen mit ihrem Bank­berater in engem Kontakt wegen der Finan­zierung. Er war es auch, der den wichtigen Hinweis gab, dass es bei einem Immobilienkauf absolut sinnvoll ist, eine Risiko­lebens­versicherung abzuschließen. Viele Banken verlangen dies sogar ausdrücklich als Bedingung für die Finanzierung.

Absicherung Immobilien­kredit: Gewappnet für den Ernstfall

Doch wie funktioniert die Risiko­lebens­versicherung eigentlich? Ganz einfach: Stirbt die versicherte Person, dann wird die Versicherungs­summe wie vereinbart an denjenigen aus­bezahlt, der dazu im Vertrag bestimmt ist. Schon mit kleinen Beiträgen lassen sich recht hohe Summen absichern.

Hinterbliebene mit kleinen Beiträgen absichern

Die Absicherung Ihrer Liebsten muss nicht teuer sein. Hier ein Beispiel, wie viel eine EUROPA Risikolebensversicherung kostet.

Monatsbeitrag bei 300.000 € Versicherungs­summe und 30 Jahre Vertragslaufzeit:

Eintrittsalter20 Jahre30 Jahre40 Jahre
Monatsbeitrag (*1)8,14 €6,42 €15,65 €

(*1) Tarif E-VRL der EUROPA Lebensversicherung AG; 300.000 € Versicherungssumme, 20 / 30 / 40 Jahre alte/-r Erzieher/-in, Nichtraucher/-in seit mind. 10 Jahren, Laufzeit 30 Jahre, monatlicher Beitrag, inkl. Sofortverrechnung der Überschuss­beteiligung. Diese ist für 2021 garantiert, nicht jedoch für die gesamte Laufzeit.

Maßgeschneiderte variable Risiko­lebens­versicherungen

Zur Absicherung von Darlehen empfehlen die Experten der EUROPA die variable Variante, bei der die Versicherungssumme über die Laufzeit sinkt. Dabei können Sie sich als Kunde für die Variante entscheiden, die am besten zu Ihrer Situation passt: linear fallend oder annuitätisch fallend. Als Annuität bezeichnet man im Finanzwesen eine gleichmäßige Zahlungsrate: Sie besteht aus Tilgungs- und Zinsanteil, wobei sich diese Anteile im Laufe der Zeit verändern: Der Zinsanteil sinkt, während der Tilgungsanteil wächst.

Entwicklung der Versicherungssummen über die Laufzeit

Linear fallende Versicherungssumme
Hier sinkt die Versicherungssumme jährlich, und zwar immer um den gleichen Betrag. Besonders eignet sich diese Variante, wenn Sie keine konstant hohe Versicherungssumme benötigen, beispielsweise um einen Ratenkredit abzusichern.

UNSER TIPP: Eine Police mit linear fallender Versicherungssumme eignet sich auch zur finanziellen Absicherung der Familie bzw. der Kinder: Denn je eigenständiger der Nachwuchs mit den Jahren wird, desto geringer werden die finanziellen Verpflichtungen. Damit ist die variable Risikolebensversicherung eine günstige Alternative, zum Beispiel auch für Alleinerziehende.

Annuitätisch fallende Versicherungssumme
Diese Variante ist optimal geeignet, um ein Hypothekendarlehen abzusichern. Die Versicherungssumme richtet sich nach dem individuellen Zinssatz und der Tilgungsrate Ihres Darlehens.

Gibt es Alternativen zur Risiko­lebens­versicherung?

Eine Alternative zur Absicherung der Immobilienfinanzierung kann eine Restschuld­versicherung sein, auch Restkreditversicherung oder Kreditausfallversicherung genannt. Sollte der Versicherte während der Laufzeit sterben, zahlt die Versicherung die noch offene Restschuld zurück. Auch die Risiken der Invalidität, Berufsunfähigkeit, einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit oder einer Einkommensminderung lassen sich häufig zusätzlich im Rahmen einer Restschuldversicherung absichern. Solche Tarife sind jedoch relativ teuer und die Leistungen oft eingeschränkt. Eine weitere Alternative: der Abschluss einer Kapital­lebens­versicherung.

Risiko- versus Kapitallebensversicherung

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Risikolebensversicherung und einer Kapitallebensversicherung? Bei Ersterer wird im Todesfall während der Vertragslaufzeit die Versicherungssumme an den im Vertrag genannten Hinterbliebenen ausgezahlt. Dabei wird im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung kein Kapital (zum Beispiel zur Altersvorsorge) angespart. Daher sind die Beiträge zu einer Risikolebensversicherung weitaus günstiger als zu einer Kapitallebensversicherung. Verbraucherschutzorganisationen wie der Bund der Versicherten (BdV) raten tendenziell von einer Kapitallebensversicherung ab; eher solle man das Risiko separat absichern und auf andere Art und Weise ansparen, sei es mit einer gesonderten Kapital- oder Rentenversicherung oder einem Sparplan mit ETFs.

Gesundheitsfragen bei Vertragsabschluss unbedingt wahrheitsgemäß beantworten!

Wenn der Versicherer Gesundheitsfragen stellt, muss der Kunde ehrliche Antworten geben; so schreibt es das Versicherungsvertragsgesetz vor. Verstößt der Versicherte gegen diese Pflicht, führt dies – bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit – zu einem Rücktrittsrecht des Versicherers. Der Versicherer hat auch die Möglichkeit, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten.

Schnell und bequem: Der Online-Antrag mit eGesundheitsCheck

Bei der EUROPA Versicherung können Sie Ihre Anträge über die Website abschließen und dabei den eGesundheitsCheck nutzen. Dieses Tool führt Sie interaktiv durch die Risiko- und Gesundheitsfragen und erleichtert Ihnen damit das Ausfüllen. In der Regel kann die EUROPA Ihnen mit dem Tool direkt eine verbindliche Entscheidung über die Beitragshöhe und die Annahme Ihres Antrags geben.

Baufinanzierungs-Absicherung: Kurzantrag mit nur zwei Gesundheitsfragen

Beim Baufinanzierungs-Schutz-Kurzantrag der EUROPA dient die variable Risikolebensversicherung mit nur zwei notwendigen Gesundheitsfragen exklusiv zur Absicherung einer Immobilienfinanzierung bei einer Versicherungssumme von maximal 800.000 Euro (Bau, Neuerwerb oder Modernisierung). Absichern können die Kunden die Finanzierung selbst genutzter, vermieteter, geschäftlich oder weiterer nicht privat genutzter Immobilien, wie z.B. Arztpraxen niedergelassener Ärzte, des Eigenheims naher Angehöriger oder die selbst genutzte Ferienimmobilie im Inland. Die beiden Gesundheitsfragen zielen zum einen auf bestimmte Beschwerden der vergangenen zwei Jahre ab, zum anderen auf die Einnahme von Medikamenten. Maximales Alter bei Abschluss: 50 Jahre.

Was kostet eigentlich eine Risikolebensversicherung? Hier geht’s zum „Tarifrechner variable Risikolebensversicherung“ mit nur zwei Gesundheitsfragen.

„Überkreuzversicherung“ und „verbundene Leben“: Wie ist das steuerlich?

Ist eine Risikolebensversicherung vom Versicherungsnehmer auf den eigenen Namen und auf sich als versicherte Person abgeschlossen, wird die Versicherungssumme im Todesfall an den Begünstigten gezahlt; dies kann zum Beispiel der Ehepartner sein. Der Einkommen­steuer unterliegt die Auszahlung aus der Risiko­lebens­versicherung nicht. Jedoch kann es in bestimmten Fällen sein, dass eine Erbschaftsteuer anfällt. Um bei Paaren auszuschließen, dass die Auszahlung der Versicherungssumme erbschaftsteuerpflichtig ist, gibt es folgende Möglichkeit: die sog. Überkreuzversicherung. Hierbei versichert man nicht sein eigenes Leben, sondern das des Partners.

Ein Beispiel: Um das Leben der Frau zu versichern, schließt der Mann eine Risiko­lebens­versicherung ab, Versicherungsnehmer ist er. Entscheidend dabei ist: Als versicherte Person wird seine Partnerin in den Vertrag aufgenommen. Im Falle ihres Todes, erhält der Mann die Todesfallsumme, ohne darauf Erbschaftsteuer zahlen zu müssen.

Diese Form der gegenseitigen Absicherung eignet sich insbesondere für Unverheiratete. Grund dafür sind die Freibeträge bei der Erbschaftsteuer, die bei Unverheirateten bei gerade einmal 20.000 Euro liegen. Aber auch für Ehepaare kann sich diese Variante lohnen (bei einem Erbe bzw. einer Versicherungssumme über dem Freibetrag von 500.000 Euro).

Die Verbraucherzentrale Hamburg weist darauf hin, dass häufig Risiko­lebens­versicherungen auf sog. verbundene Leben angeboten werden. Dabei werden beide Partner über einen einzigen Versicherungsvertrag abgesichert. Stirbt einer der Partner, so bekommt der andere die Versicherungssumme ausgezahlt. Danach erlischt der Versicherungsvertrag mit der Folge, dass der hinterbliebene Partner nicht mehr versichert ist. Sterben beide gleichzeitig, beispielsweise bei einem Autounfall, wird die Versicherungssumme nur einmal ausgezahlt. Das macht diese Variante der Risikolebensversicherung nicht sonderlich empfehlenswert. Dazu kommt: Im Falle einer Trennung ist die Verbindung beim Risikoschutz meist nicht mehr gewünscht. Bei Vertragskündigung stehen beide Partner ohne Versicherungsschutz da.

Immobilienfinanzierung: Welche Kosten fallen neben den eigentlichen Erwerbskosten an?

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, beim Kauf unbedingt an die Nebenkosten zu denken: „Wie so oft im Leben ist nämlich auch hier der Unterschied zwischen dem reinen Kaufpreis und dem tatsächlichen finanziellen Aufwand erheblich.“ Es gilt daher, bereits bei der ersten Kaufpreis-Kalkulation die wichtigsten Nebenkosten mit zu berücksichtigen:

  • Bei jedem Immobilienkauf wird Grunderwerbsteuer fällig: je nach Bundesland in Höhe von 3,5 bis 6,5 Prozent des im Notarvertrag festgelegten Kaufpreises.
  • Dazu kommen die Kosten für Notarvertrag und Grundbucheintragungen, die je nach Höhe der einzutragenden Grundschulden weitere 1 bis 1,5 Prozent ausmachen.
  • Bei Beauftragung eines Immobilienmaklers müssen Sie dessen Provision ebenfalls mit einrechnen; das können auf den Kaufpreis bezogen nochmals 3 bis 6 Prozent plus Mehrwertsteuer sein.
  • Eventuell können Sie nicht alle bisherigen Einrichtungsgegenstände ins neue Eigenheim mitnehmen, beispielsweise kann eine neue Küche schnell beachtlich zu Buche schlagen.