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Eine Zecke krabbelt auf einem Finger.

Zeckenbisse: So schützen Sie sich richtig und beugen vor

  • Warum Zeckenbisse eine Gefahr für Ihre Gesundheit darstellen und welche Krankheiten sie auslösen können.
  • Wie Sie sich gegen Zeckenbisse am besten schützen und was im Falle eines Zecken­bisses zu tun ist.
  • Unser Ratgeber erklärt, wie Sie sich mit der EUROPA Unfall­versicherung absichern können.

Veröffentlicht am:

17.08.2022 | 16:24:58

Kaum klettern die Temperaturen auf sommerliche Werte, steigt auch die Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden. Eine Erkrankung an Borreliose oder der Hirnhaut­entzündung FMSE kann die Folge sein. Die Absicherung mit einer privaten Unfall­versicherung ist daher sinnvoll.

Der „Gemeine Holzbock“ ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Zeckenart. Die Zecke (sie ist übrigens kein Insekt, sondern ein Spinnentier) lebt im Freien und ist oft im Grünen zu finden. In Gebüschen oder im Wald beißen sich die kleinen Parasiten bei näherem Kontakt am Menschen oder Tier fest. Die Gefahr dabei: Ein Zecken­biss kann gefährliche Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningo­enzephalitis (FSME) übertragen. FSME ist eine Hirnhaut- beziehungs­weise Gehirn­entzündung, ausgelöst durch das FSME-Virus.

Laut dem Robert Koch-Institut besteht in Deutschland ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen. Das epidemiologische Bulletin des Instituts listet im Jahr 2022 (Stand März 2022) sechs weitere Risiko­gebiete auf: drei Kreise in Brandenburg (LK Oberspreewald-Lausitz, LK Oder-Spree und LK Spree-Neiße), der Stadt­kreis Solingen in Nordrhein-Westfalen, außerdem der Stadt­kreis Chemnitz und der Land­kreis Görlitz in Sachsen. Ein Blick auf die jährlichen Fallzahlen der über­mittelten FSME-Erkrankungen zeigt eine deutliche Zunahme von 2012 (195 Fälle) bis 2020 (712).

Der Parasit mag die warmen Stellen des Körpers

Das Tückische bei einem Zecken­biss ist, dass man diesen zunächst nicht bemerkt. Eine Zecke kann bis zu zehn Tage auf der Haut bleiben und Blut saugen. Nur einige Millimeter groß ist der Parasit und bevorzugt warme Stellen des Körpers.

Beliebte Stich­stellen der Zecken sind:

  • Hautfalten, zum Beispiel unter der Brust
  • Kniekehlen
  • hinter den Ohren
  • Genitalbereich
  • zwischen den Fingern oder Zehen


Zecken sind auch oft in der Kleidung zu finden. Daher sollte Ihre Kleidung nach einem Wald- oder Wiesen­spaziergang gut ausgeschüttelt und direkt in die Wäsche gegeben werden.

So schützen Sie Ihr Haustier vor Zecken 

Ein regelmäßiges Absuchen des Hundes ist sehr wichtig – das gilt übrigens auch für Frei­gänger-Katzen. Krabbelnde oder bereits festgesogene Zecken sollten schnellst­möglich entfernt werden. Bei Haus­tieren sitzen Zecken besonders oft am Nacken, hinter den Ohren sowie auf der Innen­seite der Beine.

Kontakt-Antiparasitika, die chemische Substanzen enthalten und auf das Fell oder die Haut der Tiere aufgetragen werden und ins Blut der Wirtstiere gelangen, können vor Zecken­bissen schützen. Die Zecken sterben dadurch ab, und die Wahrscheinlichkeit der Über­tragung von Krankheits­erregern sinkt. Tierbesitzer sollten bei der Wahl dieser Anti­parasitika genau schauen, welches Mittel für das eigene Tier infrage kommt.

Was bei einem Zeckenbiss zu tun ist

Das Entfernen einer Zecke kann durch eine spezielle Zecken­zange aus der Apotheke erfolgen. Auch eine spitze Pinzette können Sie verwenden. Die Zange sollten Sie dabei so dicht wie möglich an der Haut ansetzen und die Zecke mitsamt ihrer Mund­werkzeuge herausziehen. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass Sie den Zecken­körper nicht zerquetschen. Denn das kann die Über­tragung von infektiösem Speichel der Zecke beschleunigen.

Ganz wichtig: Reinigen und desinfizieren Sie nach dem Entfernen der Zecken die Wunde. Treten grippe­ähnliche Symptome wie Fieber, Kopf­schmerzen oder ein roter Fleck rund um die Einstich­stelle auf, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Symptome bei einem Zecken­biss können sich noch nach drei Wochen zeigen.

Borreliose und FSME – das sind die Unterschiede

Die von den Zecken übertragenen Infektions­krankheiten sind vor allem Borreliose und Frühsommer-Meningo­enzephalitis (FSME). 

Borreliose:
Diese Erkrankung wird von Bakterien, den Borrelien, ausgelöst. Diese sind im Magen einer infizierten Zecke und gelangen nach dem Stich in die menschliche Blut­bahn. Bakterielle Erkrankungen werden mit Antibiotika bekämpft, denn diese verhindern die Vermehrung der Bakterien oder zerstören sie direkt. Das häufigste Symptom ist eine ring­förmige Haut­rötung um den Zeckenstich. Aber auch Abgeschlagenheit, Fieber, Kopf­schmerzen sowie Muskel- und Gelenk­schmerzen kommen vor.

Frühsommer-Meningo­enzephalitis (FSME):
Die virale Infektions­krankheit verläuft zumeist unerkannt und beschwerdefrei. Falls es zur Erkrankung kommt, verläuft sie in zwei Phasen: einer ersten mit grippalen Symptomen und einer zweiten mit neurologischen Beschwerden wie Kopf­schmerzen, Lichtscheue, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen. Diese können Wochen bis Monate andauern. Bei FSME kann es zur Entzündung des Gehirns, des Rücken­marks und der Hirn­häute kommen. Eine Behandlung der FSME ist nicht möglich. Eine gut wirksame Impfung ist dagegen möglich und empfehlenswert.

Wie schützt man sich am besten gegen Zeckenbisse?

Um sich vor Zecken­bissen zu schützen, sollte ein Aufenthalt im hohen Gras und Unterholz vermieden werden. Empfehlenswert ist Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen, im Idealfall liegt keine Haut frei. Auf heller Kleidung lassen sich die Zecken besser erkennen. Auch ein Insekten­schutz kann helfen. Wichtig ist auch, nach jedem Spaziergang und Aufenthalt im Freien Ihren Körper auf mögliche Zecken abzusuchen. 

Besonders bei Kindern ist darauf zu achten, dass sie eine Kopf­bedeckung tragen. Kinder sind kleiner und aufgrund ihres Spiel­verhaltens anfälliger für Zecken­bisse. Zecken befinden sich bei Kindern oft auf dem Kopf, deswegen sollte man auch stets die Haare durchsuchen. Die Ständige Impf­kommission (STIKO) empfiehlt allen Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten oder wohnen, einen Impfschutz gegen FSME als sichersten Schutz vor der Krankheit. Einen 100-prozentigen Schutz gibt es jedoch nicht; daher ist es sinnvoll, sich gegen die Folgen eines Bisses – wie Borreliose oder Frühsommer-Meningo­enzephalitis (FSME) – mit einer privaten Unfall­versicherung abzusichern.

Was kostet eine Unfallversicherung?

Bilder: https://unsplash.com/@erik_karits

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