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Unterhalt fürs Auto: Das kostet es, und so können Sie sparen

  • Die tatsächlichen Unterhaltskosten für ein Fahrzeug werden von vielen Autofahrern unterschätzt. 
  • Neben Steuer, Versicherung und Sprit gibt es zahlreiche versteckte Aufwendungen für den Unterhalt. 
  • Mit diesem Ratgeber können Sie die regelmäßigen Ausgaben kalkulieren und so viel Geld sparen. 
     

Veröffentlicht am:

09.05.2022 | 16:33:00

Wer nur den Anschaffungs­preis eines Autos betrachtet, übersieht die hohen regelmäßigen Unter­halts­kosten: Aus­gaben für Sprit, Wartung, Reparaturen, Steuer und Versicherung können den Geld­beutel erheblich belasten. Eine realistische Kalku­lation aller Kosten vermeidet böse Über­raschungen.

Die letzten 18 Monate vor dem Fach­abitur hat Florian J. häufig in einem italienischen Restaurant in Schwabing gekellnert. Der große Wunsch des 20-jährigen Münchners: ein eigenes Auto, mit dem er dann im Studium an der FH in Rosen­heim flexibel und mobil ist – und unabhängig von der Bahn auch spontan nach München heim­fahren kann. Das Geld für den 15 Jahre alten Golf IV, von 3.900 auf 3.500 Euro runter­gehandelt, hatte er recht­zeitig zusammen, angemeldet als Zweit­wagen auf seine Mutter. Ich fahre vorsichtig und selten schnell, vermeide jegliche Straf­zettel, dann wird das mit den Unterhalts­kosten schon nicht so schlimm – so seine Kalkulation. Doch nur einen Tag nach dem Kauf des schwarzen Volks­wagens schloss die Zentral­verriegelung auf der Beifahrer­seite nicht. Aber nicht nur das: In der Werk­statt mussten auch der Luft­filter gewechselt und vorne neue Brems­scheiben montiert werden. 

Weitere 1.000 Euro waren futsch, die er durch den Kellner-Job und eine Finanz­spritze der Eltern auf­bringen konnte. Aber klar war ihm jetzt auch: Die laufenden Betriebs­kosten hatte er wohl doch etwas unter­schätzt. Wie Florian geht es vielen Auto­fahrern, vor allem Fahr­anfängern. Neben Sprit, Ver­sicherung und Steuer drücken viele „heim­liche“ und un­erwartete Kosten auf den Unter­halt. Wenn man diese Kosten­fallen kennt, hat man die regel­mäßigen Aus­gaben weitest­gehend im Blick – und kann sie mit vielen Tricks reduzieren. 

Bereits beim Kauf des Autos mitrechnen 

Die Weichen für die Unterhalts­kosten werden natür­lich beim Kauf gestellt. Logisch: Neu­wagen sind teurer als Gebrauchte. In den ersten Jahren kommt es aber kaum zu Verschleiß­reparaturen. Aller­dings ist der Wert­verlust eines Neu­wagens gerade in den ersten Jahren sehr hoch. Die Faust­regel: Ein Neu­wagen ist nach drei Jahren nur noch etwa die Hälfte des Kauf­preises wert. Ältere Fahr­zeuge wiederum sind in der An­schaffung sehr günstig, können aber im Betrieb schnell das Porte­monnaie be­lasten. Die goldene Mitte liegt bei einem zwei bis drei Jahre alten Auto – wenn es der Geld­beutel zulässt.

Grund­sätzlich gilt: Je nobler und leistungs­stärker das Auto, desto mehr kostet es pro Monat und pro gefahrenen Kilo­meter. Ein großes SUV verbraucht mehr Treib­stoff. Für einen Luxus-Sport­wagen zahlt man mehr bei Ver­sicherung und Kfz-Steuer. Und bekanntlich kosten Bremsen, Reifen und andere Verschleiß­teile bei Autos der Ober­klasse oft ein Viel­faches im Vergleich zu Kleinwagen. Wo mehr Technik drinsteckt, muss auch mehr gewartet werden.

Wertverlust ist beim Neuwagen zu berücksichtigen

Was viele übersehen: Bei einem Neu­wagen ist der Wert­verlust der größte Kosten­treiber. Die Faust­regel lautet: Schon nach einem Jahr ist fast ein Vier­tel des Neu­preises dahin. Bis zur Hälfte seines Wertes kann ein Auto in vier Jahren ver­lieren. Das hängt auch davon ab, wie sich die Nach­frage am Auto­markt ent­wickelt, ob der Wagen eher ein Laden­hüter ist, ob es einen Modell­wechsel gibt oder ob es sich um einen Diesel oder Benziner handelt, die angesichts des Klima­wandels an Attraktivität verlieren. 
Daher sollten Sie auf Folgendes achten: Der Kauf eines Gebraucht­wagens lohnt sich, da nach fünf Jahren der Wert nur noch um etwa fünf Prozent pro Jahr fällt. Beim Neu­wagen­kauf gilt: Gefragte Modelle und beliebte Aus­stattungen schützen vor über­mäßigem Wert­verlust. Zu viel PS in einem Klein­wagen oder ein Luxus­modell mit dem Basis­motor sind schlecht gewählt. Und: Je höher das Fahrzeug­segment, desto mehr Extras sollten an Bord sein. Selbst die Farb­wahl kann eine Rolle spielen. Gedeckte Farben sind gefragt, daher lassen sich gelbe oder rote Autos zumeist nur mit großem Ver­lust verkaufen – wenn es nicht gerade ein Ferrari ist.

Kfz-Versicherung: Unfallfrei fahren spart am meisten 

Die Kfz-Haft­pflicht­versicherung ist in Deutsch­land vorgeschrieben. Ihre Höhe hängt ab vom Fahrzeug­typ, von der Jahres­lauf­leistung sowie von der An­zahl und dem Alter der Fahrer. Also sollte man bereits bei der An­schaffung auf die Typ­klasse achten: Jedes Auto wird einer bestimmten Typ­klasse zugeordnet. Je höher die Typ­klasse, desto höher der Versicherungs­beitrag. In der Haft­pflicht gibt es 16, in der Teilkasko 24 und in der Vollkasko 25 Typklassen.

Ausführliche Informationen zur Kfz-Versicherung der EUROPA finden Sie hier

Entscheidend für die Höhe der Kfz-Versicherung ist die Schadens­freiheits­klasse (SF-Klasse). Das Prinzip dahinter: Wer unfall­frei fährt, wird von seiner Versicherung dafür belohnt und im folgenden Jahr in die nächst­höhere SF-Klasse ein­gestuft und bekommt einen niedrigeren Beitrags­satz.

Haftpflicht- oder Kaskoversicherung?

Jeder Auto­fahrer kann zwischen Haft­pflicht-, Teil- und Voll­kasko­versicherung wählen. Entscheidend sind vor allem die Faktoren Alter und Wert Ihres Fahr­zeugs. Experten von „Finanz­test“ raten: Bis zu einem Wert von 3.000 Euro reicht eine Haft­pflicht­versicherung. Eine Voll­kasko ergibt Sinn, wenn Ihr Fahr­zeug neu bzw. maximal drei bis vier Jahre alt ist. Oder wenn Sie den Kauf mit einem Kredit finanzieren, der noch nicht getilgt ist. Dann kann die Voll­kasko sogar Pflicht sein. Auch bei einem sehr hoch­wertigen Fahr­zeug oder einem wert­vollen Old­timer empfiehlt sich die Voll­kasko.

Für eine Teil­kasko sollten Sie sich entscheiden, wenn Ihr Auto schon älter ist, aber noch mehrere Tausend Euro wert. Die Grenze kann man nicht genau ziehen, aber als Richt­wert kann dienen: ein Alter von fünf Jahren und ein Wert von mindestens 2.000 Euro.

Was kostet eine Autoversicherung?

So sparen Sie bei der Kfz-Versicherung 

Es gibt einige Tipps und Tricks, um bei der Kfz-Versicherung Geld zu sparen:

  • Selbstbeteiligung wählen: Wer eine Kaskoversicherung hat, sollte eine Selbstbeteiligung wählen. Die Experten empfehlen eine Selbstbeteiligung bis 150 Euro in der Teil­kasko und 300 Euro in der Vollkasko. Schäden bis zu dieser Summe müssen Autofahrer selbst bezahlen. Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger der Beitrag.
  • Weniger Kilometer fahren: Geben Sie eine möglichst geringe, aber realistische jähr­liche Lauf­leistung an. Fahren Sie 15.000 statt 20.000 Kilometer pro Jahr, können Sie bereits einiges an Geld sparen. Sollten Sie doch mehr fahren, können Sie die Lauf­leistung wieder erhöhen. Ein kurzer Anruf bei der Versicherung reicht im Normal­fall.
  • Fahrer­anzahl begrenzen: Lassen Sie nur einen begrenzten Fahrer­kreis ans Steuer. Auch so sparen Sie. Nur: Dann dürfen Sie keine nicht angemeldete Person Ihr Auto fahren lassen!
  • Garagen­stellplatz und Immobilien­besitz: Einsparungen sind auch möglich, wenn Ihr Auto in einer Garage steht oder wenn Sie eine eigene Immobilie besitzen.
  • Vorteil Werkstatt­bindung: Sehr oft kooperieren Versicherer mit Werk­stätten, die ihnen günstige Konditionen gewähren. Wählen Sie daher einen Tarif mit Werkstatt­bindung. Im Schadensfall sucht der Versicherer eine Werkstatt in Ihrer Nähe aus.
  • Gesamten Beitrag auf einmal überweisen: Sie sparen zudem, wenn Sie den gesamten Bei­trag auf einmal überweisen statt in Raten.
  • Begleitetes Fahren: Fahranfänger, die am Begleiteten Fahren ab 17 Jahre teil­genommen haben, profitieren oft von Vergünstigungen.
  • SF-Klassen von Verwandten übernehmen: Diese Variante lohnt sich vor allem für Fahrer, die schon etliche Jahre einen Führer­schein haben, aber noch nie eine eigene Auto­versicherung besaßen. Wenn zum Beispiel die Groß­eltern gerade ein Fahr­zeug abgemeldet haben oder es planen, kann die Enkelin oder der Enkel die schaden­freien Jahre der Groß­eltern übernehmen. Wichtig zu wissen: Bei der Über­nahme eines Schaden­freiheits­rabatts verliert der alte Versicherungs­nehmer, in dem Fall die Groß­eltern, alle seine SF-Klassen in diesem Vertrag. Die Über­nahme ergibt also nur Sinn, wenn Oma oder Opa den Versicherungs­vertrag nicht mehr benötigen. Und: Es können nur so viele schaden­freie Jahre übertragen werden, wie der Empfänger bereits den Führer­schein besitzt!

Mit der Kfz-Versicherung Steuern sparen 

Abhängig von der Berufsgruppe und der Nutzung des Fahrzeugs kann man die Kfz-Versicherung steuerlich absetzen.

Angestellte: Nutzen Sie Ihr Auto aus­schließlich für private Zwecke, erkennt das Finanzamt die Kfz-Haft­pflicht als „sonstige Vorsorge­aufwendungen“ im Rahmen der Sonder­ausgaben an. Wenn Sie als Arbeitnehmer Ihr Auto auch für Fahrten zum Büro nutzen, gelten die Aus­gaben für die Kfz-Haft­pflicht­versicherung als Werbungs­kosten. Dann können Sie die Vor­teile der Entfernungs­pauschale beanspruchen.

Selbstständige: Bei Nutzung ausschließlich für beruf­liche Fahrten sind sowohl die Kosten für die Kfz-Haft­pflicht­versicherung als auch Auf­wendungen für Kasko-Auto¬versicherungen in der Steuer­erklärung als Betriebs­ausgaben absetzbar. Voraussetzung hierfür: Das Auto gehört zum Betriebs­vermögen.

Kfz-Steuer: Mehr Schadstoffe verursachen höhere Kosten

Für fast jedes Auto muss der Halter Kfz-Steuer an den Staat zahlen. Früher wurde für die Berechnung ausschließlich die Hubraum­größe herangezogen, heute neben der Hubraum­größe vor allem der Schadstoff­ausstoß. Daher gilt: Kommt viel CO2 aus dem Auspuff, wird es besonders teuer. Möchten Sie also ein günstiges Auto im Unter­halt, achten Sie schon beim Neu­wagen­kauf auf die Antriebs­art und den Schadstoff­ausstoß.

Wie berechnet sich die Kfz-Steuer?

Mehrere Kriterien sind für die Berechnung entscheidend: das Datum der Erst­zulassung, die Hubraum­größe, die Art des Antriebs (Benzin-, Diesel-, Wankel-, Elektro­motor oder Hybrid, Gas) und der Schadstoffausstoß. Daher gilt: Je sauberer ein Fahr­zeug, desto günstiger ist die Kfz-Steuer. Bei Neu­fahrzeugen mit einer Erst­zulassung ab 1. Januar 2021 wurden die Regelungen dahin­gehend angepasst, dass noch stärker als bisher der CO₂-Aus­stoß berücksichtigt wird. Autos mit hohen Emissions­werten werden über­proportional stark belastet.

Es geht auch ohne Kosten: Wie durch das Kraft­fahrzeug­steuer­gesetz fest­gelegt, sind Elektro­fahrzeuge bei Erst­zulassung vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2025 für bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die Steuer­befreiung wird längstens bis zum 31. Dezember 2030 gewährt.
Für alle Arten von Hybrid­elektro­fahrzeugen gilt diese Steuer­befreiung übrigens nicht. Als alter­nativer Kraft­stoff wird Erdgas (CNG) wegen Vor­teilen beim CO₂-Ausstoß bis Ende 2026 steuer­begünstigt. Das hat die Bundes­regierung 2020 beschlossen. Ab 1. Januar 2024 beginnt jedoch ein stufen­weiser Ab­bau der Steuer­vorteile.

Praktisch: Die Höhe der Kfz-Steuer können Sie hier einfach berechnen.
 

Monatliche Fixkosten fürs Auto summieren sich

Neben Steuern und Ver­sicherung sind weitere Fix­kosten zu berück­sichtigen, will man eine realistische Ein­schätzung der Unterhalts­kosten vornehmen. Was viele übersehen: Ein Tiefgaragen­stellplatz oder Außen-Stell­platz treibt die Unterhalts­kosten nach oben. Bis zu 150 Euro für einen TG-Stell­platz sind in Groß­städten längst keine Selten­heit mehr. Günstiger sind Anwohner­parkausweise, aber auch die müssen in der Kalkulation berücksichtigt werden.

Auch die Ausgaben für eine Haupt­untersuchung (HU) inklusive Abgas­unter­suchung (AU) alle zwei Jahre (beim Neu­wagen anfangs drei Jahre) muss man auf dem Zettel haben: Die TÜV-Gebühren variieren innerhalb Deutschlands zwischen 107 Euro und 125,50 Euro. Und wer sein Auto liebt, pflegt es: Also planen Sie die Kosten für die Auto­wäsche und -pflege mit ein, wie auch eine kalkulierte Summe für Park­gebühren und Straf­zettel. Mit Disziplin und vorsichtigem Fahren können Sie die Anzahl der Knöllchen und Buß­gelder auf ein Minimum reduzieren.
Auch wenn es keine Fix­kosten sind: Bei einem Urlaub mit dem Auto fallen auch zum Bei­spiel durch Vignetten in Öster­reich oder Maut­gebühren in Nachbar­ländern Kosten an, die man streng genommen einberechnen muss.

Die Fahrt zur Tankstelle

Über den Kraftstoff­verbrauch eines Fahrzeugs macht man sich bei der Anschaffung Gedanken – vor allem in Zeiten steigender Kraft­stoff- und Strom­preise. Wobei dies immer eine Abwägung ist: Vergleicht man den Ver­brauch an Sprit oder Energie, sind Elektro­autos recht günstig, dafür in der An­schaffung deutlich teurer als Ver­brenner. Nach einer Studie des ADAC im Jahr 2019 lagen die Kosten für den durch­schnittlichen Strom­verbrauch der zehn Elektro­auto-Modelle, die im Jahr 2019 am häufigsten zu­gelassen wurden, bei 5,73 Euro pro 100 Kilo­meter. Benziner benötigten beim damaligen Sprit­preis 9,71 Euro und Diesel­fahrzeuge 7,34 Euro pro 100 Kilo­meter. Aber: Durch moderaten Fahr­stil lassen sich die Stopps an der Zapf- oder Lade­säule reduzieren.

Interessanter Rück­blick: 1972 kostete der Liter Benzin durchschnittlich 59 Pfennige in Deutschland, 1992 bereits 1,32 D-Mark. Im Jahr 2002 lag der durch­schnittliche Benzin­preis bei 1,03 Euro und Anfang 2022 bei 1,62 Euro.

So einfach sparen Sie Sprit im Auto-Alltag

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Spritkosten zu reduzieren. Hier sind einige Beispiele:

  • Fahren Sie umweltfreundlich, das schont auch den Geldbeutel. Je niedriger die Drehzahl, desto geringer der Kraftstoffverbrauch. Wer bei nicht mehr als 2.000 Umdrehungen im höchstmöglichen Gang fährt, spart eben auch an CO2-Ausstoß. Nur ruckeln sollte das Auto nicht! Und: Vermeiden Sie schnelles Anfahren.
  • Vorausschauend fahren: Die rote Ampel oder das Ortsschild in Sicht – jetzt schon vom Gas gehen und darauf zurollen. 
  • Kein Vollgas: Auf Autobahnen steigt jenseits von 130 km/h der Spritverbrauch stark. Und im Stau gilt: Motor abschalten.
  • Wenn Sie keine Fahrräder oder Gepäck auf dem Dach transportieren, montieren Sie die Träger ab. Diese erhöhen den Widerstand – und den Kraftstoffverbrauch. 
  • Gerade im Winter gilt: den Motor nicht warmlaufen lassen (während man zum Beispiel die Scheiben enteist). Das ist verboten und kostet viel Sprit. 
  • Vergleichen Sie die Spritpreise, zum Beispiel mit einer der zahlreichen Apps wie „Clever tanken“, „Mehr Tanken“ oder der Tank-App vom ADAC.
  • Fahrgemeinschaften/Mitfahrzentrale: Auf längeren Strecken kann man sich über das Internet Mitfahrer suchen, die man an den Benzinkosten beteiligt. Vermeiden Sie Kurz­strecken, diese führen nur zu höheren Unterhalts­kosten.
  • Gewicht vermeiden: Den Einkauf oder das Gepäck immer gleich aus dem Kofferraum holen. Denn jedes Kilo kostet Sprit. Wenn man nur in der Stadt unterwegs ist, muss der Wagen daher auch nicht vollgetankt sein.
  • Regelmäßig den Reifenluftdruck überprüfen. Denn ist der Druck zu niedrig, verbraucht man mehr Sprit.

Wartung und Reparatur

Zu den Betriebs- und Fix­kosten kommen Auf­wendungen für Wartung, Service und Reparaturen. Kalkulier­bar sind diese für die regel­mäßige Inspektion und den Wechsel von Sommer- zu Winter­reifen und umgekehrt (wenn man ihn in der Werk­statt machen lässt). Weniger voraus­sehbar sind Aus­gaben für Verschleiß­reparaturen an Bremsen, Auspuff, Stoß­dämpfern. Auch hier gilt: Je neuer das Auto, desto weniger Reparaturen fallen an. Bei älteren Fahr­zeugen oder sehr viel gefahrenen Kilometern im Jahr fällt auch gern mal ein teurer Zahn­riemen­wechsel an. Zudem kommt man lang­fristig nicht um einen neuen Satz Reifen oder eine neue Batterie herum.

Selbst anpacken kann sparen: Reifen wechseln oder kleinere Reparaturen ausführen – Ratgeber oder How-to-Videos zeigen, wie man dies auch selbst erledigen kann. Nur: Bremsen, Fahrwerk, Motor oder Lenkung sollten Sie den Profis überlassen. Das Risiko für sich selbst und andere ist hier zu hoch – ebenso der mögliche Schaden am Wagen. Wichtig ist: nicht sparen auf Kosten der Sicher­heit! Not­wendige Reparaturen gehören sofort gemacht. Und Inspektionen, wenn sie fällig sind. Allein um den Wert­verlust zu verringern und den Wieder­verkaufs­wert zu steigern.
 

Reparaturkostenversicherung schützt vor bösen Überraschungen

Ärgerlich sind Reparaturen am Auto, wenn man diese gerade so gar nicht gebrauchen kann. Besonders wenn man nicht viel Erspartes hat. Teuer sind bei modernen Fahr­zeugen häufig Schäden an der Elek­tronik und den Fahrwerks­komponenten. Hier bietet sich eine Reparatur­kosten­versicherung an. Bei der EUROPA sind dabei alle mechanischen, hydrau­lischen, pneuma­tischen, elek­trischen und elek­tronischen Bau­teile, die wesent­lich zum Betreiben des Fahr­zeugs sind, mitversichert. Im Fall eines Falles erstattet die EUROPA – je nach Tarif – 50, 75 oder 100 Prozent der versicherten Reparaturkosten (Lohn- und Material­kosten). Aber: Verschleiß­teile fallen nicht unter den Versicherungs­schutz.

Besonders sinn­voll ist eine solche Ab­sicherung für Fahr­zeuge, bei denen die Gewähr­leistung bzw. Hersteller­garantie bereits abgelaufen ist. Denn dann müssten Sie die Reparatur­kosten voll­ständig selbst tragen. Auch beim privaten Auto­kauf bietet die Reparatur­kosten­versicherung Schutz vor unerwartet anfallenden Reparatur­kosten an Ihrem neuen Fahr­zeug. Gut zu wissen: Die Reparatur­kosten­versicherung der EUROPA lohnt sich auch bei Elektro- und Hybrid­fahrzeugen. Denn die teuren Antriebs­batterien sind abgesichert.

Fazit: Wie Florian J. haben viele Auto­fahrer die immensen Neben­kosten nicht auf dem Radar. Doch wer sich nicht bewusst ist, was neben Steuern, Versicherung und Sprit die Unterhalts­kosten in die Höhe treibt, läuft Gefahr, lang­fristig in eine Kosten­falle zu geraten. Eine realistische Kalkulation aller Kosten vermeidet böse Über­raschungen. Am besten vor dem Autokauf.
 

Mehr Informationen zur Reparaturkostenversicherung der EUROPA finden Sie hier.